Das Geheimnis der braunen Socke
Bei uns liegt seit geraumer Zeit eine einzelne braune Socke herum.
Sowas ist ja an sich nicht ungewöhnlich, da Waschmaschinen ja bekannt dafür sind, dass sie Socken fressen können.
Was aber ungewöhnlich ist, ist dass keiner von uns dreien diese eine Socke kennt! Weder einzelnd, noch im Paar.
Das bedarf doch einer genaueren Untersuchung:
Also ich selber habe keine solchen braunen Socken. (Hab ich überhaupt braune Socken? Sollte mich stark wundern.) Nina bestreitet, dass sie ihr gehört. Anna gehört sie definitiv auch nicht. Gestern noch Michael gefragt, der hat hier paarmal Wäsche gewaschen in den letzten Monaten – aber der hat auch keine solchen Socken.
Wenn also keinem von uns vieren die Socke gehört, könnte sie uns ein Fremder in die Wäsche geworfen haben um uns zu verunsichern. Das halte ich aber auch für unmöglich. Dass die Waschmaschine nicht nur Socken frisst, sondern die auch ab und zu wieder hergibt halte ich gleichfalls für unmöglich. Dass uns die Socke einfach so (über den Balkon?) zugelaufen ist ist ja auch Käse. Ich glaube Socken machen so etwas nicht.
Tja, dann bleibt uns wohl nur noch die bekannte Vorgehensweise nach der Weisheit Sherlock Holmes’:
“Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.”
Die Socken haben sich aufgrund (wasch-)maschineller Stimulation vermehrt! Die Eltern müssen wohl Komplementärfarben gehabt haben, sonst wäre ihr Kind nicht die Mischung aller Farben. Klar. Wir werden die beiden in unseren Keliderschränken finden – so viele Komplementärsocken dürften wir nicht haben. Außerdem müsste es ja eine Männersocke und eine Frauensocke sein. Ha! Genial. Ich schau gleich mal bei mir … *aufsteh,rappelrappel* … HA! Ich hab tatsächlich eine einzelne grüne Männersocke! *kurzer detektivischer Gang in die Küche* Und Nina besitzt rote Socken. Alles klar!
Fall gelöst!
Oder um nochmals Holmes zu zitieren:
“Eine meiner leichtesten detektivischen Übungen.”