Gemüse
Es gibt so Tage die lehren einen, dass man in seiner Kindheit doch nicht sooo viel verpasst hat wie man manchmal meint.
Vielleicht ein paar Folgen Peter Lustig oder was weiß ich. Oder Nightrider oder Schlümpfe.
Aber ein paar Sachen scheine ich doch mitbekommen zu haben:
Haben wir heute Gäste (bekannte meiner Mitbewohnerinnen, beide Mitte Zwanzig).
Ich beim Garten gießen, pflücke noch schnell ein paar meiner Erbsen und schmeiß die auf den Tisch, auf dass jeder was haben kann.
Fragt er: “Wasn das?”
? Bitte ?
“Erbsen halt.”
“Aha.”
Kannte er nicht. Erbsen in Schoten.
“Hm, die schmecken ja wie junger Mais.”
Ich finde die schmecken halt wie frische Erbsen. Muss ich mit nichts vergleichen.
Er meint, seine Eltern haben zwar einen Garten daheim aber er ist dort nicht so oft.
Hört sich bisschen so an.
Na gut, anderes Interessengebiet.
Muss sich ja auch nicht jeder Longan, Kumquats, Loquat oder Sharon erkennen. Hier halt ein etwas ausgeprägterer Fall…
Anfänglich fand ichs recht erschütternd, aber vermutlich kennt er sich dann in der deutschen Außenpolitik oder den europäischen Exporten oder so aus wo ich halt mal gar gar keine Ahnung hätte…
Artikel gravierend geändert am 4.7.07
Interessensgebiete sind wirklich verschieden. Mich wunderts ab und zu.
Auch als meine Mitbewohnerinnen spontan nicht wussten, was ich jetzt mit dem Furnieren so meine.
Für mich ist das halt klar weil mich technischer und handwerklicher Firlefanz seit jeher interessiert.
Dafür könnte ich von unseren 10 oder wie vielen Ministern auch immer vielleicht nicht die Hälfte aufzählen (klar, dass das andere wieder sehr witzig finden ;-)
Oder wo Nina so verblüfft war, als wir es über Moleküle im Essen hatten und ich ihr sage, dass ihr Löffel halt nicht aus Molekülen besteht. Ja gut, ich schüttel das aus dem Ärmel, für sie ist das so schwer wie für mich Außenpolitik. Ich kapier sie nicht und geb mir vielleicht auch zu wenig Mühe das zu verstehen.
Natürlich meint jeder von uns, sein Thema wäre Allgemeinbildung. Naja. Schon so ein bisschen beides aber andererseits kann man manchmal auch gut ohne eine bestimmte Ecke davon auskommen.
Und gut, dass es für beide Sorten Menschen Jobs gibt in denen sie ihre Art der (Allgemein-)Bildung dann gut einsetzen können.
Kommentar gravierend geändert am 4.7.07