Was macht der Peter eigentlich in Irland?
Tja, das frag ich mich auch manchmal.
Nein im Ernst: Vielleicht ist es ja dem scharfsinnigem Leser / der scharfsinnigen Leserin aufgefallen, dass ich seit geraumer Zeit aus Dublin statt aus Regensburg schreibe.
Um diese meine interessierte, scharfsinnige Leserschaft nicht vor weitere Rätsel über meinen Verbleib zu belassen wollte ich euch heute mal aufklären:
Also der Peter – welchereiner ich selbst in Person bin – sitzt jetzt in Dublin.
Das hat folgenden Grund: Seit 1.10.2007 hab ich hier am RCSI (Royal College of Surgeons in Ireland) eine Doktorandenstelle angetreten. Das ganze ist im Rahmen eines vierjährigen Programmes vom HRB. Mit mir haben noch sechs andere PhD Studenten im gleichen Programm angefangen welches sich offiziell “Diagnostics and Therapeutics for Human Disease” nennt.
Was ich jetzt dann genau mache? Was ist denn dann das Thema meiner Arbeit?
Tja, das wenn ich selber schon wüsste ;-)
Nein, das ist so: von diesem vierjährigen Programm ist das erste Jahr zur Orientierung und zum Methoden lernen. Wir haben drei Laborpraktika irgendwo in diesem medizinischen Institut. Am Ende des ersten Jahres dann wählt man, was man für die nächsten drei Jahre bei welchem Supervisor machen will.
Also könnte ich jetzt ungefähr alles machen von Osteoporoseforschung über Herz- zu Lungenkrankheiten, weiter zur Aktionchemie wo’s blubbert und brodelt oder wo man Proteine synthetisiert. Den Blutplättchen live zuschauen wie sie zusammenklumpen kann man auch. Oder Krebszellen von Patienten ausschnipseln und angucken. Oder schauen wie der Duenndarm auf Aldesteron reagiert. Oder, oder, oder…
Alles hübsche Sachen, nicht?
Im Moment würde es mich ganz gut reizen mal ein, zwei Knochenstückchen zusammen zu drücken oder eine einzelne Zelle auf Bildschirmgröße auf meinen Computer zu bringen.
Das klingt beides recht einfach (das erste beim nächsten Hähnchenessen, das zweite mit Google Images). Nein, die Kunst ist aber, es professionell zu machen. Und mit Stil natürlich ;-)
Tja, das wärs auch schon, was ich dazu zu sagen hätte.
Die wichtigsten W-Fragen meines Aufenthaltes wären geklärt (wer, wo, wann, wie lang, was, warum …).
Ach ja: warum?
Weil ich von dem Institut angeschrieben wurde, sie hätten hier Geld für dieses neue Programm bekommen, ob ich mich nicht bewerben wollte.
Ja, ich wollte.
(Und angeschrieben haben sie mich, weil ich vor zwei Jahren hier schon einmal ein Praxissemester gemacht habe. (Wen’s jetzt interessiert der kann sich ja mal die alten Einträge aus der Zeit durchlesen.) In aller Kürze: Damals habe ich hier Schafsknochen zerbrochen um Unterschiede zwischen osteoporotischen und normalen Knochen herauszufinden.
Und weil ich das damals ganz witzig fand, bin ich jetzt wohl wieder hier.
Mir gefällts :-)