Vier Minuten
So, wenn Lara schon mal damit anfängt (was ich eine ganz gute Idee finde), dann werd ich hier an meiner Stelle auch mal einen Kinofilm empfehlen.
Und zwar “Vier Minuten” von Chris Kraus. (Hier die etwas nüchterne Wikipediabeschreibung und hier die offizielle Seite des Filmes.)
(Und dass die Schauspielerin Hannah Herzsprung nicht wirklich Klavier spielen konnte, merkt man ihr im Film keineswegs an ;-)
Kurz zur Storry:
Die für einen Mord verurteilte, junge, selbstzerstörerische und impulsive, musisch hochbegabte Jenny trifft auf die alte, konservative, vom Leben gezeichnete Klavierlehrerin Traude die im Frauengefängnis Klavierunterricht anbietet.
Diese offensichtlich sehr widersprüchlichen Charaktere verursachen auch eine Menge Spannungen zwischen den beiden wobei beide zwar auch die Musik über alles lieben aber auch hier die Stilrichtungen sehr differieren (zwischen Schuhmann und “Negermusik”). Als Traude Jennys Talent entdeckt, versucht sie alles (in ihrer streng konservativen und autoritären Art) um das Mädchen zum Wettbewerb “Jugend Musiziert” zu bekommen. Was natürlich immer wieder schwierig ist aufgrund der Tatsache, das ihre Schülerin für einen Mord sitzt. Und sich alles andere als zahm und umgänglich verhält.
Ein Film über große Differenzen zweier widersprüchlicher Charaktere dessen Geschichte tief berührt und nicht für einen leichten Kinoabend ist – aber diesen Anspruch erhebt der Film auch nicht :-)
Den Trailer finden wir (alles bei Youtube) hier.
Wahrend man die Szene der mit Handschellen spielenden Jenny hier findet. (Aufgrund verschärfter Haft muss sie Handschellen auf dem Rücken tragen. Dies ändert sich, als ein Journalist auftaucht um Fotos zu schießen. Auf ihr Verlangen hin bekommt sie jedoch ihre Handschellen hinter dem Rücken zurück um damit zu spielen.)
Und das wahnsinnige Abschlusskonzert der entflohenen Jenny gibt es dann als abschließende Krönung hier.