Fudge selber machen

Wenn man schon in Irland ist, sollte man auch mal etwas typisch irisches kochen.

Gestern war das eine gute Portion Fudge. (Und aus (musik-)geschmacklichen Gründen musste es natürlich Vanilla Fudge sein ;-)

Als Grundlage diente mir mal das Rezept, was ich hier fand. (In empirischen Maßen gabs das noch hier ;-)
Einen Tipp, den ich natürlich dank fehlendem Zuckerthermometer nicht einhalten konnte fand ich noch hier. Ach und hier stehen noch viele Tipps zum Zuckerkochen.

Also, man nimmt:

500g Zucker (Ein Teil brauner Zucker ist denke ich geschmacklich von Vorteil. Auch stand irgendwo, dass man Puderzucker nehmen kann)
160ml Milch
160ml Sahne (Ich hatte nur Sahne, keine Milch. Aber ich glaube es wäre günstig gewesen auch Milch zu nehmen. Dann löst sich der Zucker besser auf ohne, dass man zu viel Fett hineinbekommt.)
60g Butter (Ich hatte glaub ich zu viel, dann wirds etwas pampig.)
bisschen Geschmack (Ich hatte einen halben Schluck Vanille-Essenz.)

Alles in einen Topf (Wok ist nicht so gut geeignet musste ich feststellen) und auf den Herd. Dann gemütlich erhitzen bis der Zucker geschmolzen ist. Und dann weiterkochen bis es die richtige Konsistenz erreicht hat. Ach und dabei nicht zu viel umrühren. (Hab ich natürlich gemacht, dann kristallisiert aber der Zucker etwas aus und das Fudge wird etwas kriselig.) Irgendwo in den Links da oben steht, wies am besten sein soll. Ich würd mal sagen so, dass es, wenn auf einen kalte Metallplatte getropft und erkaltet, etwa wie fester Honig ist. Dann Herd abstellen.

Dann den Geschmack rein.
(Man kann auch gut Kakaopulver nehmen oder einen anderen leckeren Geschmack. Kommt halt drauf an, ob man selbigen hat. (Erstens im Haus, zweites natürlich generell.))
Standard ist Vanille. (Im englischen Sprachgebrauch ist “Vanilla” sogar gleichbedeutend mit “ohne (weiteren) Geschmack”.)

Jetzt meinen die Experten, man müsste es wirklich gut durchschlagen bis einem der Arm wehtut.

Dann das ganze auf ein Backpapier schmieren und wenns so langsam fest wird, würd ichs mit einem Messer in Stückchen schneiden.

Probleme die auftreten können:
- Zu viel Rühren machts kriselig.
- Zu viel Fett lässts nicht ordentlich fest werden.
- Heißer Fudge brennt sich gut in die Zunge ein. Die Pampe hat wesentlich mehr als 100ºC ! Am besten zum Probieren in eine Metallschüssel tropfen.
- Tendenziell kann einem von zu viel Fudge ordentlich schlecht werden.

Ansonsten absolut empfehlenswert!

Ein Kommentar vorhanden.

  1. Peter schreibt am 22.03.2008 16:39:

    Und ich wusste gar nicht, dass die Réaumur-Skala tatsächlich noch irgendwo eine Bedeutung hat auf der Welt!
    Tatsächlich, in der Konditoreibranche gibt es das ab und zu noch.

    Und viel schlimmer: nebenbei sehe ich auch noch, wie die in den USA heute noch übliche Fahrenheit-Skala ursprünglich festgelegt wurde: dass 96F die durchschnittliche Körpertemperatur eines Menschen ist weiß man ja vielleicht noch. Aber, dass 0F einfach die kältesten Temperatur war, die Daniel Fahrenheit im Winter 1708/09 in Danzig messen konnte, das war mir neu.

    Wie reproduzierbar ist denn das???

    Gut, sein Anliegen, damit Minus-Grade zu vermeiden war ehrenwert. Aber wer sagte ihm, dass es nicht doch einmal kälter werden könnte (als die -17.8ºC die er gerade gemessen hatte) irgendwo? Auf jeden Fall zwei Fixpunkte in seiner Skala, die ja jeder Mensch im täglichen Leben gebrauchen kann.

    Herr wirf Hirn vom Himmel!

    Ach … hast du ja schon. Du hast es nur Anders Celsius geschenkt, der damit seine gleichnamige Skala entwickelte, die sich zum Glück auch fast überall durchgesetzt hat :-)

 
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