Blutrünstige Karte
Ich mach mal einen Themenwechsel zurück von den Kindergeschichten zu schlechten Witzen – und zum Philipp. Alldieweil der nämlich der indirekte Auslöser für dieses Gedicht hier ist. Der hat mir nämlich zu Weihnachten einen Ruthe- Wochenkalender geschenkt mit den Worten: “So, da kannst du ja deiner Freundin im nächsten Jahr dann 52 Postkarten schreiben.”
Inzwischen bin ich irgendwo bei 12 oder so. Und als ich mir die hier so ansah kam ich irgendwie auf das erschreckend schlechte Wortspiel in der ersten Satz. Das nächste lag nahe und als das Gedicht irgendwann fertig war, brauchte ich zwei Karten dafür…
Schwester Agnes und Doc Morris
nehmen gerade ein Blutbad.
Steigts noch etwas höher,
bekommt der Doc ‘nen Blutbart.
Derweil Agnes entsetzt in das Blut starrt,
auf den Lippen
spürt sie schon das Blut zart.
Meint sie zu ihm:
“Ich hol noch etwas Blut, wart.
Auf den Wagen ich etwas Blut lad.”
Auf der Suche nach dem Cervix
der Doc derweil im Blut scharrt.
Kaum drückt er drauf,
lässt der englische Patient ‘nen Blutfart.
Kommt Agnes mit der Schubkarre
in der sie das Blut karrt,
zurück von ihrer Blutfahrt.
“Die Schubkarre kriegt gleich ein Blutrad,
wenn ich zu dir rüber durchs Blut wat.”
(Gut, wenn man Reserven von Blut hat.
Human – nicht vom Wal – gibts im Blutmart.)
“A, B, minus, plus? Ist das ok,
wenn ich die Gruppe vom Blut rat?”
“Pass auf, was ich dir zum Blut rat -
sozusagen als Blutrat:
nimmst du’s falsche, wirds Blut hart!
Zu matschig-patschigem Blutquark.”
“Warum haben wir
eigentlich keinen Blutwart?”
“Kaputt in der Ecke – der Blutguard (TM).”
“So langsam hab ich das Blut satt.”
“Ich find OPs mit so viel Blut fad.
Wie kommts nur, dass der so viel Blut hat?
Vor Ärger ich gleich in das Blut schwart.”
“Das hat man davon,
wenn man zu lang im Blut harrt.”
“OP gelungen – Patient tot.
Zu wenig Blut…” “Schad…”

Haha, nicht schlecht!
Doch eines fehlt am Schluss der Op, das Mittagessen in der Kantine, mit einem Steak, in der Mitte noch Blut, zart…
Ich trau mich wetten
(wenn wir hier den Wetten hätten,
und dann auch noch wetten täten):
Könnt man nicht in Letten-Städten
Fahrradketten retten,
wenn wir die mal fetten täten?