Hasenforelle
Ich arbeite in einer Schlächterei.
Kein sehr schöner Job.
Wir haben ein Fabrikgebäude irgendwo in den Bergen.
Wir zerlegen Kühe und Schweine.
Sie kommen tiefgefroren – im ganzen an.
Mein Job ist es sie rechtzeitig vor dem Zerlegen herauszulegen, damit sie auftauen.
Die Schweine sind kein Problem. Es muss immer eine Kuh außen liegen (sie liegen auf dem Rücken – tiefgefroren). Mehr ist nicht vernünftig. Ich weiß das. Ich mache das die ganze Zeit.
Die Zerleger wollen mehr produzieren.
Sie sagen ich muss immer zwei Kühe rauslegen.
Aber sie können nicht doppelt so schnell arbeiten.
Ich sage, das geht nicht.
Wenn ich zwei rauslege, dann liegen sie zu lange da außen. Dann bekommen sie Gefrierbrand.
Es liegen zwei Kühe außen. Die eine fängt schon langsam an transparent zu werden! Wenn man sich anstrengt kann man durch sie hindurch die Kuh dahinter erkennen. Es sind auch nur kleine Kühe. Vielleicht 200kg.
Aber so gehts nicht!
So können wir nicht arbeiten! Das ist nicht gut für das Kuhfleisch!
Ich ruf meinen Kollegen zu, dass wir streiken. So gehts nicht!
Zwei Kollegen von der Kühlung kommen zu mir zur Rampe hoch. Ich frage einen, ob er mir noch eine Banane mitbringen kann, wenn er schon von dort hierher kommt. Macht er.
Dann gehen wir in die Fabrik und verkünden den anderen, dass wir streiken.
Wir schalten die Maschinen aus.
Weiß nicht mehr genau, was jetzt alles passiert.
Ich stehe vor der Fabrik. Lara ist auch da und liest irgendetwas.
Irgendein Spanier kommt vorbei und uns, was los ist.
Er scheint vom Fach zu sein.
Dann geht er wieder.
Mein Prof hier kommt vorbei und schaut, was los ist.
Ich glaube er findet das ok, dass die Fabrik steht.
Er zeigt uns ein Angebot von einem Wissenschaftler / Industriellen der eine Zusammenarbeit mit uns machen will. Informationsaustausch durch Austausch von Arbeitskräften. Man geht ein paar Monate in eine Schlächterei in Spanien. Und die Spanier kommen her.
Wir werden auch Geräte austauschen.
Ich schau meine Kollegen an und meine, ob wir nicht alle unsere Geräte da runter schicken sollten.
Dann haben sie da unten besser Geräte als jetzt.
Und wir können diese Halle hier mit richtig modernen Geräten einrichten.
Allgemeine Zustimmung.
Mein Prof zeigt noch das Papier auf dem die Zusammenarbeit angeregt wird.
Der Mann hat einen sehr langen Namen, aber ich und Lara wissen, das es der Spanier sein muss, der vorhin da war.
Ich habe nur einen kurzen Blick auf den Namen geworfen als der Prof das zeigte. Ansonsten hab ich gelesen. Aber auch zugehört.
Ich lesen einen Bericht von Wissenschaftlern.
Sie sagen, es wäre sehr schlecht, wenn wir nicht mehr schlachten hier.
Dann gibt es nur noch Kühe und Pferde in diesem Tal.
Am Anfang werden die Zahlen explodieren.
1993: 500 Kühe
2003: 5000 Kühe
2013: 4119 Kühe
2015: 2000 Kühe
2017: 719 Kühe
2018: 500 Kühe
Das pendelt sich dann langsam ein.
Sie begründen das:
Erstmal werden sie die Kühe und Pferde natürlich vermehren.
Aber es gibt nur zwei Tierarten in diesem Tal.
Das ist schlecht.
Die Tiere werden irgendwann anfangen, sie untereinander zu kreuzen.
Das geht nicht gut.
Dann nehmen die Zahlen wieder ab, pendeln sich irgendwann aber ein.
Ich lese das mit großem Interesse.
Ich lese weiter:
Wissenschaftler meinen auch, dass es zur Kreuzung von Hase und Forelle kommen wird.
Aber das ist auch nicht gut.
Sie haben auch ein Bild davon.
Es schaut nicht sehr vernünftig aus.
Ich lese weiter:
Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Vermischung von Hase und Forelle als die zweitwahrscheinlichste überhaupt gilt.
Ich fange laut an zu lachen.
Mein Prof frag, was denn los sei.
Ich lese den Satz laut vor.
Vermutlich kennen sich die Wissenschaftler aus.
Wird schon stimmen.
Arme Hasenforelle. Keine guten Voraussetzungen…
Ich glaube dieser Traum war auch ein bisschen inspiriert von dem Artikel über die Gepardenforelle den ich vor zwei Tagen las.
Und stilistisch merke ich gerade eine Gewisse Ähnlichkeit mit Michael Stauffers “I promise when the sun comes up, I promise I’ll be true.”.
Ach und vielleicht gab es da auch noch so gewisse Einflüsse aus der Diskussion gestern, woher denn die Pomelo käme. Hier gab es nämlich eine Meinung, dass die aus einer Kreuzung aus Grapefruit und Melone sei. Und außerdem erst ganz neu, deshalb gibt es die auch erst seit ein, zwei Jahren überhaupt zu kaufen.
Kann ich nicht ganz akzeptieren ;-) Mein Vermutung, dass die seit 2000 Jahren in China bekannt wäre, unterlegt, dass ich Pomelo seit mindestens sieben Jahren esse, steht im Raum.
Wikipedia klärt das ganze auf:
Pomelo gibt es seit 1970. Sie ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit.
Die Grapefruit ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange.
(Das ist Inzucht fällt uns sofort auf.)
Die Orange ist eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse.
Die Mandarine ist eine eigenständige Zitrusfrucht und im alten China die Frucht der Reichen, weshalb sie nach dem Mandarin benannt wurde und dort seit Jahrtausenden kultiviert wird.
(Honig-)Melone hätte mich gewundert…
Zweitausend Jahre Pomelogeschichte gibt es aber auch noch nicht.
1) ich daechte es haette an dem abend auch eine diskussion ueber vegetarismus gegeben.
2) erzaehl mehr traeume, ist interessanter ;)
Unglaublich. Prima, dass Dein Verstand auch in der Sinnlosigkeit funktioniert!
Das erinnert mich an den Satz:
Logic: the art of going wrong, with confidence.
Greedz,
Christoph
Ich habe ein Rezept für die verrücktesten Träume:
trinke am Abend vorher zwei Bier (keine 4, auch nicht 0!),
gehe zwischen 11pm und 1am ins Bett,
schlafe nicht aus, sondern lasse dich früh genug (9am) wecken – am besten im 10 Minutentakt immer wieder.
Ich hab das Gefühl, mit dieser Kombination würde ich sehr viel träumen, mir das auch ganz gut merken, und da ich träume auch sehr viel Unsinn ;-)
Wer braucht schon Witze, wenn Geschwister solche Sachen träumen!