Finger weg von chinesischen Pinienkernen!

Wir beiden, die wir da so zusammenleben, haben seit zwei Tagen dauernd einen bitteren Geschmack im Mund. Sehr unangenehm. Er tritt vor allem hervor, wenn wir etwas essen oder trinken. Ich musste eine Weile googeln, bis ich in einem Forum darauf kam. In Holland ist das Problem scheinbar bekannt und oft beschrieben. Es wird sogar vor chinesischen Pinienkernen gewarnt. Die anderen, hochwertigeren sind übrigens nett! Chinesische Pinienkerne erkennt man daran, dass sie kurz sind, fast rundlich.

Soweit ich das gesehen habe, kann man nichts machen, aber wenn es die betroffenen Opfer trösten kann: nach so acht Tagen geht der Geschmack weg. Ich freue mich schon auf die nächsten sechs… Gerade las ich auf einer Werbeseite, dass chinesische Pinienkerne als Appetitzügler verkauft werden. Kein Wunder…

Naja, es lebe die Solidarität mit den Blerontinern. Jetzt weiß ich, wie schlimm Fischpastete-Schnittchen sein müssen.

43 Kommentare vorhanden.

  1. stoph schreibt am 20.07.2009 10:00:

    Bei den “Asiaten”, die bei uns in Hof Obst verkaufen, bin ich auch vorsichtig geworden. Hatte vor ein paar Monaten eine Mango, die nach Benzin geschmeckt hat.

    Mit was die das Obst gespritzt haben, möchte ich auch nicht wissen.

  2. Peter schreibt am 20.07.2009 11:01:

    Hier sieht man mal den Unterschied in der Form. Und die runderen haben eben auch schon negative Kritik (siehe engl. Wikipedia: taste disturbances … lasting for days or weeks) bekommen. (Muss aber nicht vorkommen, die hab ich auch schon jahrelang gegessen ohne Nebenwirkungen. Wenn das immer so wäre würde die gar niemand mehr essen. Dafür kosten die dann vielleicht “nur” 25€/kg statt 35€/kg ;-)

    Anzumerken wäre vielleicht noch, dass wir die Pinienkerne in heißem Minztee hatten, also weder roh noch wirklich gekocht. Vielleicht macht das noch nen Unterschied.

    Und Fischpaste-Schnittchen auf Blerontin sind glaub ich noch etwas schlimmer… :-/

  3. Bente schreibt am 24.07.2009 17:31:

    Beim Essen sollte man ja auch nicht sparen, liebe Leute, tut das eurem Körper doch nicht an…

  4. Marion Peters schreibt am 04.08.2009 15:50:

    Bitterer Geschmack durch Pinienkerne,

    hallo ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben.
    Ich habe vor 3 Tagen Pinienkerne von Real gegessen,
    ob die aus China sind weiß ich nicht, habe gerade die Hotline angerufen
    die werden mich benachrichtigen. Jedenfalls habe ich auch diesen bitteren
    Geschmack, wenn ich was gegessen habe – immer kurz danach.
    Mache mir große Sorgen, es könnte ja auch was anderes sein, fühle mich
    auch niedergeschlagen nicht so richtig fit.
    Weiss denn jemand warum die Kerne so schädlich sind? Es sind wirklich so
    kleine rundliche, jedenfalls nicht die, die ich aus Italien kenne.

    Hoffentlich könnt Ihr helfen.
    LG Marion

  5. Lara schreibt am 05.08.2009 08:32:

    Hallo Marion,
    um dir mal die Angst zu nehmen: die chines. Kerne sind nicht schädlich. Sie manipulieren eben nur auf unangenehme Weise die Geschmackszellen. Bei uns ist der bittere Geschmack, der wirklich sehr lästig war und zu einer andauernden Appetitlosigkeit geführt hat, nach so fünf Tagen wieder weggegangen. Ansonsten ging es uns gesundheitlich so gut wie sonst.
    Also: kein Sorge! Allerdings rühr ich die Dinger in Zukunft bestimmt nicht mehr an.
    Ich hoffe, es klingt schnell ab bei dir.

  6. Andrea schreibt am 05.08.2009 16:19:

    Hallo Marion, ich und mein Freund haben genau dieses Problem! Bin jetzt aber wirklich erleichtert das es wieder weg geht.
    Hast du die Kerne geröstet oder ungeröstet gegessen? Würde mich interessieren weil wir sie schon öfter verzehrt haben und nie dieser bittere Geschmack auftrat. Nur dieses WE haben wir sie ungeröstet gegessen und es war auch eine ander Marke. Frage mich jetzt ob es an der Marke oder am nicht rösten lag…..Für eine Info wäre ich sehr dankbar. Lieben Gruß

  7. Peter schreibt am 05.08.2009 19:27:

    Hi Andrea,
    liegt nicht am Rösten oder roh essen. In anderen Foren und Blogs beschweren sich die Leute über alle möglichen Arten des Verzehrs. Auch weiß noch keiner, woher das kommt. Ob die ranzig sind oder wie das genau passiert weiß auch keiner. (Aber wenn es bakteriell oder von einem Pilz käme hätten es die Erstbeschreiber wohl schon entdeckt.)

    Aber lass dich beruhigen: es scheint doch nicht so häufig zu sein wie man den Foren nach schließen könnte. Immerhin essen Millionen Deutsche Pinienkerne aber die Beschwerden sind im Tausenderbereich. Also passiert das alle paar Tausendmal. Pah. Wenn ich Bier trink gehts mir öfters als jedes tausendste mal danach schlecht…
    Also ich werd mir deshalb mal noch nicht eine lebenslange Pinienkernsperre auferlegen ;-)
    Aber du kannst ja in Zukunft eher nach den italienischen schauen. Die kosten geschätzt etwa ein Drittel mehr – sind dafür aber auch sonst geschmackiger.

  8. Marion Peters schreibt am 05.08.2009 22:28:

    Hallo Andrea und Lara,

    um auf Eure Fragen zu antworten:
    Ich hatte in den letzten 3 Wochen 2 mal Pesto selber gemacht. Dabei hatte ich 1x Pinienkerne von Edeka und 1 x von Real (Eigenmarke). Das erste Mal habe ich die Kerne nicht geröstet, beim zweiten Mal habe ich sie geröstet. Einige landeten im Pesto, den Rest habe ich über 2 Tage verzehrt, es war aber nicht mehr als eine Hand voll. Ich habe bei der Real Hotline angerufen. Die haben super reagiert und ich habe lange mit einem externen Qualitätsprüfer gesprochen. Die Pinienkerne stammen aus China, würden aber extrem kontrolliert werden – auf Pilzgifte z.B. Man lässt die Kerne extra trocknen, damit die Feuchtigkeit keine Schimmel- oder Pilzbildung zulässt.
    Der Zuständige Qualitätsprüfer hat mir die Sache mit den Bedenken aus den Internetforen näher erläutert. Er meinte die Geschichte stammt aus Holland, weil es dort mal einen
    Eklat wegen minderwertiger Ware gab – das hat einen Nachruf bis Amerika.
    Es gibt keine einzige Studie, keinen Beleg darüber, warum Pinienkerne der Auslöser des bitteren Geschmacks im Mund sein sollen. Alles nur ein Zufall? Vielleicht.
    Ich nehme hin und wieder Nahrungsergänzung oder auch schon mal Gelomyrthol. Allerdings habe ich bislang davon nie den Geschmack im Mund gehabt – schon gar nicht nachhaltig über bereits einige Tage. Vielleicht ist es wirklich nur ein Zufall, und in Wirklichkeit haben die die Leute mit den Beschwerden etwas Anderes.
    Grundsätzlich ist ja dieses Aphlatoxin, welches sich in Nüssen befindet ein extrem Leber-schädigendes Pilzgift, aber ich kann mir nicht erklären, wie der Geschmack zustande kommt. Heute ist der bittere Geschmack zu nur noch 30% präsent, wollen wir mal hoffen, das alles weggeht. Zum Thema Geschmacksveränderung findet man Allerlei im Web.
    Schreibt doch mal was Ihr sonst zu Euch nehmt vielleicht finden wir Parallelen und können den Grund ausfindig machen. Vielen Dank, Marion.

  9. Peter schreibt am 06.08.2009 09:27:

    Hi Marion,
    also wenn ich der Real-Qualitätssicherungstyp (QS) gewesen wäre hätte ich dir natürlich das gleiche erzählt: “Natürlich werden die auf Pilze und Bakterien getestet und natürlich bekommen sie bei Real hervorragende Waren. (Und vielleicht war das ihr Dosenfutter von Aldi oder alter Döner.)”

    Augenscheinlich hat dieser QSler eben noch nie von dem Problem gehört, geschweige denn es dann mal gegoogelt (in Englisch). An der Erstveröffentlichung über das Problem saßen aber Wissenschaftler und keine QSler. Und wenn es irgendwas gewesen wäre, was der QSler bei seinen Massentests herausfinden könnte (Pilze, Sporen, Bakterien etc.), dann hätten die das schon vor 8 Jahren rausgefunden. Aber die wussten es auch nicht.

    Beim nächstenmal: Kerne aufheben, Hotline anrufen, ungläubigen QSler an der Leitung haben, ihn zu einem Selbstversuch (sowohl mit Zunge als auch mit Google) überreden, ihm die Kerne schicken, auf seinen Rückruf warten ;-)

  10. Marion Peters schreibt am 06.08.2009 09:55:

    Hallo Peter,

    doch der Typ wusste von dem Problem. Er hatte 2 Anrufe zu dem Thema wie er sagte.
    Ich meine, wenn man ganz mutig wäre, würde man doch selbst die Dinger noch mal essen, um herauszufinden, ob die Ursache wirklich in den Pinienkernen begründet ist.
    Ich trau mich aber nicht mehr.
    Lieben Gruß Marion.

  11. Stoph schreibt am 06.08.2009 15:37:

    Also ich hab noch 2 Packungen Kerne daheim. Einmal die teuren von Seeberger und einmal billigere.

    Ich habe jetzt beschlossen, den Selbsttest zu wagen, wobei ich noch sehen muss, ob da chinesische dabei sind ;-)

  12. Marion Peters schreibt am 06.08.2009 23:08:

    Hallo Stoph,

    die chinesischen sind dick und rund,
    da gibt es eigentlich keinen Zweifel.
    Ich weiss allerdings nicht wie die arabischen
    aussehen. Die mediterranen werden kaum
    gehandelt, weil die keine großen Mengen liefern können.

  13. Marion Peters schreibt am 08.08.2009 17:19:

    Liebe Leute,

    der bittere Geschmack ist nun wirklich nach einer Woche weggegangen.
    Ich mache jetzt nicht den Selbsttest mit Pinienkernen, sondern mit Gelomyrthol.
    Mal sehen, ob es daran gelegen hat. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
    Abgesehen davon, ich schwöre auf Gelomyrthol … will das Präparat hier nicht
    schlechtreden!

  14. Andreas schreibt am 10.08.2009 12:13:

    Nachdem ich seit 2 Tagen am leiden bin und schon dachte ich habe einen an der Waffel, bin ich hier gelandet.
    Schwups in die Küche gelaufen und was sehe ich in dem Salamix von Lidl?! Pinienkerne..Urspungsland China. Wähh na ich hoffe es dauert nicht wirklich 8 Tage bis der bittere Geschmack wieder weg ist.

  15. Marion Peters schreibt am 10.08.2009 17:32:

    Hi Andreas,

    ich bin mir nun echt nicht sicher ob es die Pinienkerne sind. Kann es vielleicht auch Stress sein? Hast Du Stress? Hast Du Medikamente o.ä genommen?
    Gruß Marion

  16. Laurence schreibt am 18.08.2009 09:15:

    Guten Morgen!
    Da ich seit gestern Abend das Problem mit dem bitteren Geschmack im Mund sobald ich was esse, dachte ich mir, ich schau im INternet nach… und finde Eure Seite. Auch im Reformhaus werden chin. Pinienkerne angeboten. Ich habe aber nur vor ein paar Tage Zedernkerne (aus Sibirien) gegessen, einfach so.
    Jetzt weiß ich nicht, woher der Geschmack kommen könnte.
    Chinesen sind wirklich nicht zu trauen, finde ich. Es ist alles sehr unübersichtlich für uns Konsumenten. Es hilft aber wirklich nachzufragen und Druck zu übern, evtl. schriftlich und um Stellungnahme zu bitten.
    Gelomyrtol habe ich auch schon öfter benützt, danach, außer den starken, aber nicht bitteren Geschmack, der fast nicht zu übertönen war, gar nix anzumerken ;-))

    Ich bin ratlos. Ich habe gestern Abend Auberginen mit Spaghettis, Knobi und Chili gegessen, andere zutaten waren auch noch dabei, aber die Liste wäre zu lang und das sind alle Dinge, die ich schon öfter benütze. Ich glaube, es lag an den Auberginen. Aber ich kaufe immer nur Bioware… wie gesagt, ich hoffe, es geht weg…

  17. Gunnar schreibt am 18.08.2009 15:14:

    Also ich finde das alles etwas sehr seltsam, was einige so von sich geben. Das ist ja alles immer sehr vage mit der selektiven Wahrnehmung. Tatsache ist, das Pinienkerne einer der wirklich noch gesunden Produkte im Handel ist. Die werden nicht irgendwo in Plantagen oder Gewächshäusern angebaut und erst recht nicht mit Planzenschutzmitteln oder so vergiftet. Die kommen noch echt aus wildwuchs, da ist es ehrlich kaum ein Unterschied zwischen Bio oder nicht Bio. Vor allem tritt diese “Geschmacksstörung” ja immer erst nach Tagen auf, woher will man dann ohne wissenschaftlich Testreihen wissen woher es kommt? Das ganze hat hier ja schon langsam den “bitteren” :-) Beigeschmack von Hetze gegen:
    1) Asiaten
    2) Pinienkerne
    3) QSler von Supermärkten

    das obwohl ich schon darüber schmunzel muss, wenn Marion zum Beispiel die Pinienkerne im Minztee hatte. Wenn es ein Produkt gibt was evtl. belastet ist dann ja gerade Tee. :-)

    Aber bitte nicht jetzt alles so ernst nehmen, ich glaube nur hier wird einiges heißer gegessen als es gekocht wird. Finde es persönlich super, dass Marion zum Beispiel überhaupt so detailiert Antwort bekommen hat. Ich habe da eigentlich ganz andere Erfahrungen gemacht bei anderen Produkten die ich reklamiert habe.

    Also ich lasse mir meine Pinienkerne weiterhin lecker schmecken !
    Ich kriege richtig Hunger darauf, ich glaube ich mache mir nachher gleich mal ein Pesto!

  18. Lara schreibt am 18.08.2009 21:38:

    Lieber Gunnar,

    ich kann mich dir nur anschließen, denn mir war auch schon so, als hätte ich hier ein bisschen Stimmung gegen aus Asien stammendes Essen gewittert.
    Um dem von unserer Seite entgegenzureden: wir sind Stammkunden bei allen möglichen Asia-Läden der Stadt und bleiben das auch, weil wir die fantastischen Geschmackswelten lieben, die sich einem mit ein bisschen Offenheit und Neugier eröffnen.
    Nur um diesen Verdacht von unserem Blog abzulenken.
    Ich will auch ganz und gar keine Pinienkerne schlechtreden, nach denen ich ganz verrückt bin. Die lieben, guten, supernatürlichen Kerne können ja auch nichts dafür, dass mein Gaumen sie so konterkariert. Die Minze war übrigens aus dem gleichen Laden wie die Kerne und ganz frisch. Ohne jeglichen Tee getrunken, nur die Blätter aufgegossen und mit Rohrzucker und Pinienkernen verfeinert. Übrigens ein tolles Rezept, das ich von meiner Reise nach Tunesien mitgenommen habe. Was übrigens auch phantastisch ist: Expresso mit Kardamom-Aroma. Aus dem Libanon. Für Kaffeverschmäher wie mich eine verführerische Gelegenheit zur Bekehrung ;)
    So, nach so viel Abschweifen nochmal kurz und gut: wir sind weder gegen asiatische Delikatessen noch gegen Pinienkerne. Aber unsere Zungen haben uns leider einen Streich gespielt…

  19. Marion Peters schreibt am 24.08.2009 13:58:

    Lieber Gunnar,

    ich habe keine Pinienkerne mit grünem Tee zu mir genommen. Wie kommst Du darauf?
    Wenn Du keinen bitteren Geschmack im Mund hast, kannst Du wohl nicht die Sorgen der Leute hier verstehen. Es hat auch nichts damit zutun Asia-Food schlecht zu reden.

  20. Kati schreibt am 03.09.2009 23:04:

    Auch ich habe das Phänomen an der eigenen Zunge erfahren müssen.
    Vor drei Tagen gab es bei uns Spaghetti mit Pesto, schön selbstgemacht mit Pinienkernen von Kaisers/Tengelmann (auch die kleinen, runden). Und vorgestern noch einen Pesto-Nudelsalat aus dem übrig gebliebenen Pesto. War beides sehr lecker.
    Gestern bemerkte ich dann den bitteren Geschmack beim Essen, besonders wenn ich süß schmeckende Speisen oder Brot aß. Hinten im Rachen. Da habe ich mich schon mal gewundert. Erst dachte ich an Magenprobleme, daß mir die Galle hochkäme, oder so. Allerdings habe ich keinen Reflux und! es tritt nur während des Essens auf, was bei Sodbrennen ja auch zwischen den Mahlzeiten der Fall ist. Wasser trinken geht ohne Beigeschmack. Mezzomix ist dagegen bitter. Bier ist noch bitterer als sonst. Ich glaube, es hat was mit Kohlehydraten zu tun.
    Mein Freund hat keinen bitteren Geschmack im Mund. Es scheint also nicht jeden zu treffen.
    Beim Kauf habe ich überhaupt nicht darauf geachtet, was das für Pinienkerne sind. Wußte auch gar nicht, dass unterschiedliche Sorten gehandelt werden. Allerdings weiß ich, dass ich diese nicht noch mal kaufen werde. Der bittere Geschmack ist einfach total ätzend. Ich hoffe, es ist bald vorbei.

  21. Winne schreibt am 07.09.2009 12:10:

    Hallo,
    Es müssen die Pinienkerne (länglich) oder sibirischen Zedernkerne (rundlich) oder die Erdnüsse von Lidl sein, die ich auch seit einer Woche esse!!!
    Ich hatte vor einer Woche allein die sibirischen Zedernkerne gegessen, die mir meine Frau aus Sibirien mitgebracht hatte, danach hatte ich Magenschmerzen und diesen extrem bitteren Geschmack, sobald ich morgens anfange zu essen oder zu trinken. Die Magenschmerzen waren nach ca. zwei Stunden weg, als ich wieder gegessen hatte, denn ich dachte sie kämen von dem fast leeren Magen, den ich hatte. Zuerst wußte ich nicht, woher das kam, Gestern waren meine Frau und ich bei Freunden, die hatten einen Salat mit gerösteten länglichen Pinienkernen. Seit gestern hat auch meine Frau den bitteren Geschmack. die hatte die sibirischen nicht gegessen. Dann kommen auch noch die Erdnüsse von Lidl in Betracht, die ich seit einer Woche esse, meine Frau seit vorgestern. Ich tippe auf die Pinienkerne sowohl die länglichen als auch die runden. Muß nochmal mit meiner Frau zusammen recherchieren und melde mich dann wieder.

  22. Dorothea Höden schreibt am 08.09.2009 15:30:

    Ich suche seit zwei Tagen im Internet einen Beitrag, der sich mit bitterem Geschmack im Mund beschäftigt und gerade eben bin ich auf diese Seite gestossen, die Pinienkerne dafür verantwortlich macht, der Auslöser für dieses überaus lästige Geschmacksphänomen zu sein.
    Und nun das Lustige: Ich befinde mich seit über zwei Monaten in Jokkmokk, das ist eine kleine Stadt am nördlichen Polarkreis, im schwedischen Teil von Lappland und seit vorgestern habe ich diesen bitteren Geschmack im Mund, der sich verstärkt, wenn ich z.B. Brot esse oder ein Glas Rotwein trinke. Und man glaubt es kaum: Ich habe vor über zwei Tagen eine Handvoll Pinienkerne, die ich im Supermarkt gekauft habe, gegessen. Jetzt weiß ich nicht! Ist mein verändertes, und sehr lästiges, Geschmacksempfinden auf diese Pinienkerne zurückzuführen oder auf sonst irgendetwas. Bin momentan ziemlich genervt und hoffe, dass sich mein Geschmacksempfinden bald wieder normalisieren wird. Werde sofort eine neue Packung dieser Pinienkerne kaufen und schauen, woher sie kommen. Allerdings stimmt es mich bedenklich, dass ich damit ein Eichhörnchen gefüttert habe, das ich Puschel getauft habe, und der Gute sich seit zwei Tagen nicht mehr zeigt!!!!! (Ich hoffe, ich muss mein restliches Leben nicht mit der Gewissheit verbringen, ein Eichhörnchen-Mörder zu sein!) Werde abwarten und hoffen!!!

  23. Suse schreibt am 08.09.2009 18:49:

    Ich dachte schon, jetzt geht meine Fantasie mit mir durch. Habe jetzt seit gestern auch einen bitteren Geschmack im Mund, immer nach dem Essen und machte mir ernsthafte Gedanken, was wohl dahinter stecken könnte. Bin dann heute Abend auf dieses Forum gestoßen und echt erleichtert. Ich habe vor ein paar Tagen mit Tomaten und Pinienkernen gefüllte Blätterteigrollen gegessen und heute noch mal Kerne pur,da ja die Packung alle werden sollte. Bin jetzt davon überzeugt, dass es an den Kernen liegt. Meine sind auch klein und rund. Kannte dieses Phänomen nicht, da ich voher auch schon welche gegessen hatte, aber die waren immer länglich. Habe diesmal unbewusst eine andere Tüte gekauft. Muss gestehen, dass ich bis jetzt auch die Unterschiede nicht kannte. Wieder was dazugelernt. Wünschte mir nur, nicht auf diese ekelige Weise.

  24. Tobias schreibt am 09.09.2009 14:38:

    Also ich bin Küchenmeister und betreibe seit ca. 3 Jahren ein Restaurant mit gehobener Küche. Auch wir haben oft Pinienkerne verwendet. Der Kilopreis lag stets bei ca. 30,-€ zzgl. MwSt. und wurde von uns auch akzeptiert. Beim Gang durch den Großmarkt fiel mir jedoch mal ein anderes Produkt auf: runde Pinienkerne. Keine Herkunftsangabe (ich wusste nicht dass es auch hier Ware aus China gibt) und nur halb so teuer. Also habe ich probeweise mal eine Packung mitgenommen. Die wurden geröstet und für verschiedenste Speisen verwendet. Vergangenen Samstag habe ich die letzte Ladung Pinienkerne (nach ca. 2 Wochen Lagerzeit) verkauft. Und was ich verkaufe esse ich auch selbst – zumindest probeweise.

    Nun ist bei mir seit Montagfrüh ein komischer, bitterer Geschmack im Rachen der mich an das Jod vom Zahnarzt erinnert. Kein Sodbrennen, keine Schmerzen und auch kein Aufstoßen. Einfach nur dieser bittere Geschmack der mir vor allem meinem Beruf wegen lästig ist.

    Ich habe mir nichts dabei gedacht und bin davon ausgegangen dass der Geschmack sich wieder verflüchtigen wird. Tut er aber nicht. Nach jeder Nahrungsaufnahme erscheint der Geschmack. Und das ist unabhängig von Zeiten oder Geschmack, Temepratur und Beschaffenheit der Speise.

    Im Internet bin ich dann auf das “Pinienkern-Problem” gestoßen und habe weiter gegooglet. Wikipedia weiss über das Problem folgendes:

    “Der Konsum von Pinienkernen kann ernsthafte, vorübergehende Geschmacksstörungen nach sich ziehen. Diese entwickeln sich etwa 1-3 Tage nach dem Konsum und halten tage- bis wochenlang an. Ein bitterer, metallischer Geschmack wird beschrieben. Trotz der Unannehmlichkeiten scheint die Geschmacksstörung nur temporär und ungefährlich zu sein. Das Phänomen tritt nur bei nicht mehr zum Verzehr geeigneten Kernen der chinesischen Sorte auf und es wird vermutet, dass es auf Triglycerid-ähnliche C16-C18 ungesättigte Fettsäuren zurückzuführen ist. Trotz der Erstbeschreibung 2001 in Belgien [2] und hunderter Fälle weltweit ist die Forschung in diesem Gebiet nicht sehr fortgeschritten. [3]”

    Ich warte nun einfach mal noch zwei bis drei Tage ab, gehe aber stark davon aus, dass auch dieses Problem auf Chinesische Pinienkerne zurückzuführen ist. Die Lagerzeit von zwei Wochen stellt eigentlich kein Problem dar. Und ein “ranziger” Geschmack war definitiv nicht wahr zu nehmen.

    Dann ist es mir noch ein Anliegen über die Qualität vieler Chinesischer Produkte und Chinesische “Gastronomen” etwas los zu werden:
    Betrachtet man sich einmal die Wirtschaft an sich ist doch festzustellen, dass ein Großteil der Plagiate und Raubkopien aus China stammen. Das Individuum zählt dort lediglich als Arbeitskraft und muss zu unmenschlichen Bedingungen fast rund um die Uhr arbeiten. Und genau so läuft es auch in der Gastronomie. Die chinesischen Mitarbeiter werden wie Ratten in Wohnungen gehalten und bekommen Wasser, Essensreste und eine Matratze zur Verfügung gestellt. Das wird Ihnen alles steuerbegünstigend vom Lohn abgezogen und wird somit zum offiziellen Hungerlohn. Das ist Punkt eins für die oftmals viel zu niedrigen Preise. Punkt zwei ist ein ganz anderer. Nicht umsonst gibt es das sogenannte “Chinarestaurant Syndrom”, das auf die übermäßige Verwendung von billigem Mononatriumglutamat zurückzuführen ist. Mein Tip an die Chinesen-Fans: Speisekarte lieber zwei mal betrachten und auf Geschmacksverstärker überprüfen. Ein vollwertiges Gericht wird nicht umsonst für 4,50€ verkauft. Bedenkt was drin sein muss. Die Pinienkerne zeigen es… Für mich ein einmaliger Ausflug ohne Wiederholungsabsicht!

    Dagegen ist zu sagen, dass aus dem asiatischen Raum auch viele Qualitätsprodukte stammen. So z.B. die Thai-Mango und viele weitere Südfrüchte.

  25. kaddy schreibt am 09.09.2009 20:49:

    hallo!
    habe vor 2 tagen pinienkerne gegessen. aber keine chinesischen soweit ich weiß. sind nicht rund sondern länglich gewesen. waren auch nicht kaputt oder sowas. waren sogar bio-pinienkerne…und jetzt habe ich auch diesen ekligen geschmack im rachen… esse echt häufig pinienkerne und mir ist sowas bis jetzt noch nie passiert.
    meine frage: wie geht das wieder weg? kennt jemand ein hausmittel?

  26. Tobias schreibt am 09.09.2009 22:01:

    @ Kaddy
    Also ich hab in meinem Forum auch noch paar Betroffene gefunden. Alle waren sich einig: abwarten. Das geht wieder weg.
    Ich steh auf jeden Fall ab sofort auf Kriegsfuß mit den Pinienkernen.

  27. kathari schreibt am 11.09.2009 21:38:

    Hallo,
    ja, ja. Wir haben vorgestern selbstgemachtes Pesto mit Spaghetti gegessen. Seit heute morgen haben wir beide einen bitteren Geschmack. Vor allem nach süßem.
    Was helfen soll, ist Minze – also z.B. “After Eight” oder halt Minzkaugummis oder Zahnpasta.
    Das total Blöde ist, dass ich morgen abend mit meinem Schatz essen gehen wollte und sich das jetzt eigentlich überhaupt nicht mehr lohnt. So ein Mist!
    Ich melde mich wieder sobal es wieder weg ist. Also wir haben es seit heute morgen…

  28. Uli K. schreibt am 12.09.2009 20:16:

    Liebe Leute,

    danke für die die aufschlußreichen Mitteilungen hier. Ja auch meine Frau und ich haben seit 2 Tagen das Problem. Ich dachte zunächst an Zahnprobleme. Aber als meine Frau mich gestern darauf ansprach, dass sie seit einem Tag alles nur noch bitter schmeckt, sind wir auf die Suche nach der Ursache gegangen. Da es uns beide zur selben Zeit “erwischt” hat, musste es sich zwangsläufig und etwas handeln, was wir über die Nahrung aufgenommen hatten. Aufgrund unsere Berufe essen wir nicht so häufig zusammen, von daher gab es nicht so viele Möglichkeiten. Und nach der Internetrecherche scheint es doch klar zu sein: Pinienkerne. Bei uns werden Pinienkerne eher selten verwendet, und wenn, dann nur in winzigen Mengen. Vor drei Tagen jedoch hatten wir Besuch und meine Frau hatte ein ganze Packung Pinienkerne besorgt. Davon landete nur eine geringe Menge, vielleicht ein Teelöfel, im Salat, aber später dann haben wir den Rest der Packung zum Wein geknabbert, was ich eigentlich noch nie zuvor getan habe. Also ich glaube auch gerne an Zufälle, aber hier scheint mir die Beweislast doch ziemlich eindeutig zu sein.

  29. Uli K. schreibt am 15.09.2009 14:26:

    Holla es ist weg. Am Sonntag wurde es langsam besser, Montag war schon ziemlich ok, heute keinerlei Nachwirkungen mehr zu spüren.

  30. Suse schreibt am 15.09.2009 16:07:

    Hallo,

    und Hurra!!!!

    Endlich nach 8 qualvollen Tagen bin ich den bitteren Geschmack endlich los. Es gibt also noch Hoffnung….

    Beim nächsten Mal passe ich bestimmt besser auf, was ich so in den Einkaufskorb lege.

  31. Marion Peters schreibt am 17.09.2009 21:10:

    An Euch alle!

    sehr schöne Beiträge auch von Tobias und Uki K.
    jetzt bin ich mir auch sicher, dass es die Pinienkerne waren.
    Ich werde es bei Zeiten noch mal probieren.
    Ach, und der, der über den Wikipedia-Beitrag geschrieben hat –
    super, vielen Dank.
    Eure Marion

  32. Chris schreibt am 17.09.2009 22:37:

    Mich hats auch erwischt mit einer Körnermischung von Netto (15% Pinienkerne). Vorgestern geknabbert, seit gestern beim Essen und Trinken bitterer Geschmack hinten auf der Zunge. Für mich zusammen mit den anderen Berichten hier ein eindeutiger Zusammenhang. Bin sehr froh zu wissen, was mich erwartet und dass es nach einiger Zeit wieder abklingen wird.

    @Gunnar
    Falls Du immer noch zweifelst schicke ich Dir gerne ein paar leckere Kernlein zu ;-)

  33. Imke schreibt am 22.09.2009 21:15:

    Juhu, ich liebe das Internet! Habe seit gestern echte Geschmacksprobleme, alles schmeckt bitter und selbst der gute Rotwein hat einen unschönen Abgang, gedanklich habe ich mich schon mit Kukident, einem Gebiss und einer chronischen Schilddrüsenerkrankung beschäftigt – und dann habe ich diese Seite entdeckt… Danke! Ich habe tatsächlich am Samstag bei einer Feier Salat mit Pinienkernen gegessen. Ob sie aus China kamen, kann ich leider nicht rekonstruieren- ist mir auch wurscht, sie waren klein und rund und der Nachgeschmack ist echt sch…. Aber jetzt weiß ich immerhin, dass es nur eine Frage der Zeit ist.

  34. Andrea schreibt am 25.09.2009 14:31:

    Ich hatte bereits letztes Jahr im Herbst mehrere Wochen lang das gleiche Phänomen: ständiger bitterer Geschmack im Mund, der durch Essen und Trinken noch wesentlich schlimmer wurde, vor allem aber durch Süßes, Wein oder Kaffee. Schon damals habe ich versucht, Infos zu googeln, aber ohne großen Erfolg. Nach 3-4 Wochen war der fiese Geschmack einfach wieder weg, ohne dass ich wusste, woran es gelegen hat. Dann plötzlich seit gestern wieder das Selbe: wie aus heiterem Himmel tauchte nach dem Mittagessen ein bitterer Geschmack hinten auf der Zunge auf und ist seitdem ständig präsent und kaum durch irgend etwas zu übertönen (außer Kräuterteemischung mit Minze). So bin ich heute bei erneuter Recherche auf diese Seite gestoßen und BINGO! Am Mittwoch Abend gab es bei und eine sehr leckere Tomatensoße mit Pinienkernen von Lidl und ein paar davon von der Hand in den Mund. Gestern Pinienkerne im Salat. Da ich seit dem letzten Vorfall auch zwischendurch hin und wieder welche zum Kochen verwendet habe, ohne dass etwas passiert ist, scheint es tatsächlich an einzelnen Packungen oder sogar Kernen zu liegen. Vielleicht variiert bei Lidl auch die Herkunft je Lieferung/Packung. Mein Freund hat z.B. überhaupt keine Sypmtom dieser Art festgestellt. Wie auch immer – ich finde Pinienkerne zwar lecker, aber intakte Geschmacksnerven/rezeptoren sind mir da dann doch bedeutend lieber. Daher habe ich Pinienkerne ab sofort von meiner Speisekarte gestrichen.

  35. Dirk schreibt am 07.10.2009 23:21:

    Hallo,
    ich habe jetzt auch eine Woche bitteren Geschmack nach Pinienkernen von Real in selbstgemachter Pesto hinter mir. Meinem Sohn ging es ähnlich, meine Tochter hat fast nicht gemerkt. Nach einigen holländischen Seiten habe ich dann auch diese hier gefunden.

    Ich werde mich jetzt mal an die Verbraucherzentrale wenden, das kann doch nicht sein, dass so etwas verkauft wird.

    Dirk

  36. TinaOricchio schreibt am 05.11.2009 14:00:

    Seid 2 Tagen plagt mich auch ein bitterer Geschmack im Mund und nach vielem hin und her überlegen woran es liegen könnte hab ich mal gegoogelt. Dachte es liegt irgendwie mit meinen verstopften Nasennebenhöhlen zusammen und hab mir Nasenspray usw. besorgt und war auf der Suche nach einer Behandlung und da bin ich über die Pinienkerne gestolpert.

    Tatsächlich haben wir am Montagabend Spaghetti mit Pinienkernen gegessen und am Di. noch ein bischen der Rest und die leckeren Pinienkerne…die geröstet wurden. Und am Mi dann der ekelige metallischbittere Geschmack der beim Essen schlimmer wird. Nach der 2.Tasse Kaffee gings los… Ich hoff es geht bald vorbei! Mein Mann der eigentlich mehr gegessen hat, hat nix…schön für ihn;-))

    Hab jetzt auch gleich nachgeschaut woher meine Pinienkerne sind…CHINA von Lidl! Hab noch nie irgendwelche Probleme gehabt, weder mit Pinienkernen von Lidl,ALDI oder Seeberger…hab aber auch noch nie geschaut woher sie gekommen sind:-(

    Werd Lidl mal anschreiben und vielleicht kann ich meine 2 anderen Packungen zurück geben.

    tina

  37. Jens und Yana schreibt am 09.11.2009 23:18:

    Hallo Leute,

    vielen Dank für die Infos. Wir haben uns eben auch gewundert über den bitteren Geschmack im Mund. Yana also schnell gegoogelt und diese Seite gefunden. Klügste Frau der Welt!

    Wir hoffen, dass dieser Geschmack weg geht. Ist ja ekelig.

    Haben vorgestern eine Tüte von Penny´s Pinienkerne (rote Tüte, Maryland) gegessen, und seitdem fingen die bereits mehrfach erwähnten Symptome (Bitter Geschmack im Mund, vor allen Dingen nach dem Essen.

    Wir wünschen allen (und uns), dass wir noch in 7 Tagen leben und unsere Leber noch voll funktioniert.

    Amen

  38. Andreas Dickhäuser schreibt am 10.11.2009 19:44:

    “Das Internet – Fluch oder Segen?” … In diesem Fall wohl eher Segen: Habe seit drei Tagen den beschriebenen echt ultrasuperfiesen metallisch-bitteren Geschmack (natürlich nachdem ich eine Hand voll Pinienkerne gegessen habe )… Ekelhaft!!! Dank dieser Seite weiß ich nun allerdings, dass ich 1.) weder krank bin, 2.) nur warten muss und 3.) in Zukunft beim Kauf und Konsum von Pinienkernen aufpassen muss. Bin dementsprechend beruhigt und freue mich, dass ich wohl keinen Hirntumor in meinem neuronalen Geschmackszentrum habe. Vielen Dank an Euch alle, die Ihr hier geschrieben habt!

  39. Christian schreibt am 11.11.2009 10:09:

    Moin,

    bei meiner Freundin und mir das selbe. Selbstgemachtes Pesto mit schön viel Kernen drin, nach 30 Minuten schweren Durchfall bekommen. Nach 1-2 Tagen dann penetranter bitterer Geschmack auf der Zunge mit allen schon beschriebenen Symptomen. Ist jetzt schon der 3. Tag nach feststellen dieses Geschmacks. Pinienkerne waren frisch, aber ohne Angabe des Ursprungslands. Finde, das grenzt schon an Körperverletzung und überlege, ob ich nicht mal mit einem Anwalt spreche. Vllt. finden sich ja noch mehere Betroffene zusammen, auch wenn es in Deutschland keine Sammelklagen gibt.
    Gruss

  40. Christian schreibt am 11.11.2009 10:36:

    So, hab jetzt mal die Firma angerufen, waren in der Tat chinesische Kerne….laut deren Angaben sind die Symptome aber nicht eindeutig auf den Verzehr zurückzuführen, an sich steht im Internet eh nichts wahres und die Welle der Panikmache hat in Holland angefangen…. Wollten den Beutel zurückhaben um zu testen. Hab ich aber verneint, will den Rest als Beweis behalten, und ggf. eine Verkostung unter Freunden (ggf. auch einem Anwalt) machen, um das ganze aufzuklären. Ein unabhängiges Lebensmittel-Labor suche ich auch mal raus… das ganze muss bekanntgemacht werden! Email an Stern-TV vllt.? Wer macht mit?

    Denke, das viele Menschen mit den gleichen Symptomen (bei Zitat: “hundertausendfach verkauften Einheiten”) garnicht erst auf die Idee kommen, wodran und wodurch sie leiden, und lange, falsche Diagnosen mit sich rumschleppen…wo doch die Lösung so nah ist!

  41. Christian schreibt am 11.11.2009 10:59:

    So, ich habe mich mal per Mail an stern-TV gewendet, mal schaun, ob die was draus machen, ansonsten gibts ja noch andere Formate…

    Hallo sterntv-Redaktion,

    ich möchte Sie gerne auf ein Phänomen aufmerksam machen, unter dem wahrscheinlich sehr viele Menschen europaweit leiden und sich dessen Ursache nicht erklären können.

    Explizit geht es um eine Art Vergiftungserscheinung nach dem Konsum von hauptsächlich chinesischen Pinienkernen in Pestosaucen, Salatkörnermischungen etc. Diese Vergiftungserscheinungen äussern sich hauptsächlich dadurch,

    das etwa 1-2 Tage nach dem Konsum der Pinienkerne ein fahler, bitterer Geschmack auf der Zunge liegt, der über mehere Tage bis Wochen anhält. Dieser Geschmack intensiviert sich beim Verzehr von anderen Lebensmitteln, vorallem süssen.

    Ich kann mir Vorstellen, das es viele Menschen gibt, die diese Symptome an sich und ihren Partnern feststellen konnten, aber niemals die Paralelle zu den Pinienkernen schliessen konnten. Das Thema ist auch im Internet noch nicht allzubekannt, es finden sich langsam Leute zusammen, allesamt mit den gleichen Vergiftungssymptomen. Offiziele Untersuchungen scheint es zumindest in Deutschland noch nicht gegeben zu haben. Man mag sich garnicht vorstellen, wieviele Menschen, die nicht im Internat nachgeschaut haben, mit der falschen Diagnostik vom Hausarzt zu diversen Fachärtzen geschickt werden, die das Symptom fälschlicherweise auf alte Zahnfüllungen, Lymphknoten, sogar Krebs und Tumore usw. zurückführen…

    Die Pinienkerne werden von allen grossen Handelsketten und Discountern vertrieben, ein einzelner Hersteller ist nicht zu nennen, aber ich glaube, das alle “Verteiler” bei einem Gross-Händler in China einkaufen (angeblich ist die Fabrik unter deutscher Führung und arbeitet nach deutschen Vorschriften)

    In diesem Blog haben sich schon mehere Menschen zusammengefunden, letztendlich bin auch dich auf eine Erklärung meiner Symptome gestossen. Weitere Foren und Blogs sind über Google zu finden.

    http://www.pelastop.de/2009/07/20/finger-weg-von-chinesischen-pinienkernen/comment-page-1/#comment-6183

    Ich finde, das Thema sollte schnellstmöglich publik gemacht werden, einfach aus dem Grund, das viele das Problem der Geschmacksirritation einfach nicht auf die Pinienkerne zurückführen können. Ich habe selbst schon mit dem Hersteller meiner Pinienkerne telefoniert, der natürlich meinte, im Internet stehe nur Quatsch, und das das ganze nicht an den Pinienkernen liegen kann. Er wollte aber sehr schnell meine Pakung mit den restlichen Kernen zurückhaben, um diese zu testen. Dies habe ich verneint, es sei ja mein einziger Beweis. Leider kann ich mir eine genaue Lebensmittelanalyse kaum leisten, bin mir aber sicher, das etwas zu finden ist. Ich würde Ihnen auch gerne eine Probe dieser Kerne überlassen, falls Sie sich entscheiden würden, einen Beitrag zu diesem Thema zu machen.

    Ich hoffe, Ihr Interesse geweckt zu haben und würdé mich freuen, von Ihnen zu hören und verbleibe

  42. Christiane schreibt am 13.11.2009 13:57:

    Liebe Leute,
    ihr sprecht mir aus der Seele. Auch ich habe vor 3 Tagen Pesto gemacht und einige Kerne so gegessen – die aber etwas anders wie sonst schmeckten. Es ist nicht zum aushalten. Mein Sohn hatte auch einige Kerne gemampft. Heute morgen schmeckte auch bei ihm alles bitter. Und mir fällt ein, dass ich diese Symptome schon vor Monaten einmal hatte. Da hat es ziemlich lange gedauert, bis wieder alles in Ordnung war.

  43. Heike schreibt am 10.01.2010 13:45:

    Hallo,
    auch ich habe zur Zeit diese bittere Geschmacksstörung, die ich nach einigen Recherchen auf Pinienkerne der Hausmarke “Vom Besten” der Supermarktkette Tegut zurückführe. Leider gibt es auf der Verpackung keine Angaben zur Herkunft der Kerne, auf den ersten Blick scheinen es aber die chinesischen/asiatischen Kerne zu sein, auch wenn auf der Verpackung irreführenderweise die länglichen Pinienkerne abgebildet sind.
    Bei meiner Recherche bin ich unter anderem auch auf die webseite der englischen “food standard agency” gestoßen. Auf http://www.food.gov.uk/news/newsarchive/2009/jul/pinenut kann man Fälle bezüglich der Geschmacksstörung in Verbindung mit Pinienkernen melden. Ich hoffe zu Forschungszwecken…

    Vielen Dank und mit den besten Grüßen,
    Heike

 
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